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06.11.2017, 09:17 Uhr

CDU stimmt gegen Ausschreibungskriterien beim Strandbad

Grüne und FDP nicht zu Begrenzung der Eintrittspreise bereit

Nach vielen Sitzungen der Gremien stand bei der zurückliegenden Sitzung der Gemeindevertretung die Verabschiedung von Kriterien zur Ausschreibung des Strandbadbetriebs auf der Tagesordnung. Die grundsätzliche Intention der CDU, den Badebetrieb in seiner bisherigen Form weiterzuführen, wird von den gemeinsam entwickelten Kriterien gedeckt. Ebenfalls unterstützt die CDU, dass es zu keiner grundsätzlichen Änderung des Betriebs durch viele Großveranstaltungen oder durch bauliche Änderungen auf dem Gelände kommen soll und eine Beschränkung der Lärmemissionen Bestandteil der Ausschreibung sein wird.

Auf Initiative der CDU wurde eine Herabsetzung der Ausschreibungsdauer mit in den Text aufgenommen, um Risiken zu vermindern, die bei einer zu langfristigen Verpachtung entstehen. Auf Initiative der CDU wurde zudem der Passus aufgenommen, dass die Rechte der ansässigen Vereine (WSV, Edelweiß, Angler, DLRG) gewahrt bleiben müssen und das Bestehen dieser Rechte in der Ausschreibung für jeden erkennbar angezeigt werden muss.

 

Knackpunkt für die CDU, dem Gesamttext am Ende nicht zuzustimmen, ist eine fehlende Festlegung zur grundsätzlichen Preisgestaltung. Die CDU hatte beantragt, dass die Eintrittspreise für die Ortsbürger auf dem bisherigen Niveau stabil bleiben müssen. Von einem der Interessenten, der bereits derzeit Verantwortung auf dem Strandbadgelände übernimmt, habe man im Rahmen einer öffentlichen Ausschuss-Sitzung die Zusicherung erhalten, dass das Bad auf dem Niveau der bisherigen Preisgestaltung für den Eintritt wirtschaftlich zu betreiben ist. Die meisten Parteien haben den Bürgerinnen und Bürgern im Wahlkampf stabile Preise versprochen. Insbesondere einige Vertreter der Grünen hatten sich mit Versprechungen nahezu überschlagen. „Was vor der Wahl so deutlich herausgestellt wurde, muss auch nach der Wahl Maßstab sein“, betonte Fraktionsvorsitzender Max Schad. Die profilierten Einschätzungen aus den Gremiensitzungen zeigen, dass die Bedingung stabiler Eintrittspreise gerade für die Ortsbürger keine überzogene Forderung ist. Hatte man von der FDP diesbezüglich nichts erwartet, so hätte für die selbsternannten „Strandbad-Retter“ der Grünen eine Angabe zum zukünftigen Preisniveau zwingender Bestandteil der Ausschreibungskriterien sein müssen. „Schade, dass man am Ende davon nichts mehr wissen wollte, denn eigentlich hätte das im Konsens betriebene Verfahren das Potential für einstimmig gefasste Festlegungen gehabt“, bedauert Schad.